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Interview: Juan van Emmerloot



Foto: Tixie Doo


Also gut, das Treffen mit Juan war ein sensationelles Erlebnis. Wir hatten geplant dieses Interview nach der Show Spirit of 66 in Verviers durchzuführen.

Dazu wurde ich von ihm in den Backstage eingeladen. Die Stimmung war entspannt und so konnten wir beginnen. Juan ist wirklich ein lustiger Typ, der mit Begeisterung über seine verschiedenen Projekte spricht, weil er sie liebt

 

Da ich denke, dass es nicht fair wäre, dieses zu schneiden ist es also nun hier, das komplette Interview...

 




Okay Juan, warum hast du beschlossen drums zu spielen?
Warum? Ich weiss nicht, Es war vor langer Zeit.. Eigentlich wollte ich immer ein anderes Instrument spielen. Ich war 10 Jahre alt und meine Mutter... also als ich 15 war, da erkannte ich, dass sie mich wirklich mit 10 Jahren Schlagzeug spielen liess, weil ich so ein rastloser kleiner Junge war. Ich wollte Orgel spielen und sie versprach mir, dass ich auch einmal Orgel spielen könne, jedoch zuerst für die erste Zeit mit Schlagzeug beginnen müsse. Das war der Anfang! Ich habe das Schlagzeug nicht wirklich ausgewählt, sondern meine Mutter hatte das entschieden.

Das ist seltsam, denn meistens möchten die Eltern, dass ihr Kind vielleicht später einmal Schlagzeug spielt jedoch mit einem ruhigeren Instrument anfängt.
Ja das ist gerade umgekehrt. Genau genommen spielte ich zuerst auf der Kleinen Trommel 3 Jahre lang klassische Musik. Das war wirklich todlangweilig und ich dachte, dass ich diese Disziplinübungen machen müsse um die Orgel zu bekommen. Danach, das erste Schlagzeug kam von der Musikschule weil meine Eltern das Geld dazu nicht hatten, und wie ich so hinter diesem Schlagzeug sitze, war ich wirklich von diesem Instrument begeister. Schon aus dem Grund weil ich ein kleiner Bursche war und hinter diesem Schlagzeug, das Hi-Hat war auf der linken Seite, die Grosse Trommel hier in der Mitte und die Kleine Trommel, das Becken… alles war um mich herum. Es beeindruckte mich sehr in der Mitte des Instrumentes zu sein und so vergass ich die Orgel völlig. Nun ich wählte das Schlagzeug zwar nicht selber aus aber sobald ich hinter ihm sitze, bin ich wirklich glücklich dieses Instrument zu spielen.

Hast du später auch gelernt auf anderen Instrumenten zu spielen?
Yeah. Meine Hauptinstrumente sind, die Kleine Trommel die Pauke und dann das Schlagzeug. Dazu begann ich mit 15 Jahren Bass zu spielen, weil ich mit 13 in Bands spielte und die Bassgitarre mich begeisterte. Ich hatte mir die Bassgitarre eines Freundes ausgeliehen und da ich einen Mono Kassetten Recorder hatte, nahm ich das Schlagzeug auf, liess das Band laufen und spielte Bass dazu. Dann borgte ich mir einen anderen Kassetten Recorder von meinem Bruder und nahm das Ganze auf. In der Tat war das damals wirklich der Start Material aufzunehmen. Nachdem begann ich das Klavier einzusetzen und mit 21 ging es weiter mit der akustischen Gitarre. Es war eben eher so, dass ich nicht wirklich Spielen lernte, jedoch total enthusiastisch war beim Aufnehmen. So kam ich ins Songschreiben, weisst du, das war der Anfang Instrumente zu benutzen.

Was sind deine Haupteinflüsse?
Ich denke, dass der Haupteinfluss für mich der Klang der Musik ist. Gut das ist vielleicht zu ungenau, Es ist der Effekt von dem was die Musiker spielen wenn sie es schaffen dies mit einem gewissen Anschlag zu spielen so aus der Seele heraus, so dass es aus dem Lautsprecher heraus kommt. Vorallem von dem bin ich sehr beeindruckt. Es war nicht wichtig : Earth Wind & Fire oder irgend eine Jazzmusik, Tony Williams am Schlagzeug, weisst du so auf diese Art, aber auch Rockmusik, nicht jeden Rock aber etwas davon. Immer wenn ich es hörte bekam ich eine Gänsehaut, und zeichnete dann jedes Mal etwas von dieser Energie auf Band auf. Es ist etwas, das du nicht nur hörst, du kannst es fühlen. So gibt es viele Sterne in der Musik welche mich beeinflussten doch es muss immer mit viel Seele und Energie gespielt sein.

Bist du wirklich im Projekt «Drummings Secret» für Schlagzeugunterricht
( www.drummingsecret.com) involviert?
Ja, oh! du erforschtest die Website, alle den Stoff, das ist gut, cool.

Kannst du mir mehr zu diesem Thema sagen?
Ich begann mit 19 Jahren Schlagzeug Unterricht zu geben weil ich bemerkte, dass es mir so viel Freude bereitete, dass ich dieses Glücksgefühl gerne mit den Menschen teilen wollte, welche anstrebten das Schlagzeugspiel zu erlernen. So war es, so habe ich begonnen Unterricht zu erteilen. Na klar man fängt mit 2 Personen an, doch ich eröffnete eine Schule, die wurde zu gross. Ich denke nach 12 Jahren Unterricht habe ich festgestellt, dass ich zu jung war um effektiv Unterricht zu erteilen. Ich meine, ich hatte 45 Schüler wöchentlich, und es war wirklich eine harte Zeit, denn am Abend spielte ich von Mittwoch bis Sonntag, und am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, war am Nachmittag Unterricht, auch Freitags und Samstags. Es war zu viel. Also beschloss ich, den Unterricht für eine Weile einzustellen, und so ging ich viel mit Snowy und andere Künstler auf Tour.

Und dann, ich denke es war vor 7 Jahren, wurde ich aufgefordert am Rotterdamer Konservatorium Unterricht zu geben. Da kam ich mit jungen, talentierten Schülern und Schülerinnen in Kontakt, die wirklich auserwählt waren einen Musikberuf auszuüben und das ist grossartig. Also ich meine, wenn sie dumm und verrückt genug sind dies zu tun, dann brauchen sie auch jemanden, der ihnen zeigt, wie das Ganze geht und yeah..! ich liebe es wirklich mein Wissen zu teilen..

Wenn du dir meine Myspace Seite ansiehst, dann findest du dort vieles was ich nur dort veröffentlicht habe. Du findest Gratistipps und Tricks und ich hoffe, es kommen irgendwann mal ein paar Ideen zurück.
Ich gebe viel, denn ich finde es toll das zu machen.
Ich könnte stundenlang darüber reden ...







Fotos: Philippe


Es schein, dass du Walter Latupeirissa schon sehr lange kennst...
Ja, wir spielen schon 20 Jahre zusammen. Das ist eine lange Zeit.

Seit ein paar Jahren arbeitet ihr auch zusammen in einem Projekt namens
«Art Impro». Was ist das eigentlich genau?...
«Art Impro», starteten wir vor 3 Jahren und es ist ein sehr interessantes Projekt schon weil Walter und ich mit vielen Künstlern zusammen gespielt haben. Zum Beispiel mit Steve Lukather, Walter Trout, und Popa Chubby um nur ein paar Namen zu nennen. Dabei entdeckten wir, dass wir in der Lage waren, uns jeweils an den Stil der wichtigsten Künstler anzupassen.

Einmal machten wir eine grosse Tour und spielten da an einem Festival mit bedeutsamen Künstlern wie Steve Lukather, Mick Rogers, und Tony McAlpine. Walter und ich traten also gemeinsam auf mit ihnen und doch waren wir im Stande, dass wir in jeder einzelnen dieser drei Shows anders klangen. Warum sollten wir also nicht versuchen ein Projekt zu starten, indem wir die Kollegen zu uns auf die Bühne bitten, um gemeinsam total frei und ohne Proben zu spielen? Und was wir da tun ist folgendes, wir treffen uns, essen und reden, dann gehen wir auf die Bühne, machen ein wenig Souncheck aber wir üben nicht und wir tauschen auch keine Akkorde oder Notenblätter aus oder sonstwas dergleichen... Nein, sondern jemand beginnt etwas voller Gefühl, und die anderen machen mit, dann versuchen wir das zu Ende zu kriegen und der nächste beginnt etwas neues...

Doch das Beste an diesem Projekt ist doch, dass wir da auf begabte Musiker treffen die wie wir viel mit anderen Stars auf Tour gehen und dass wir völlig neue Musik zusammen machen aber eben nur für dieses eine Mal.. Also das interessanteste dabei ist zudem, dass ich mit meiner kleinen Plattenfirma jedes Konzert aufnehme, denn wir wissen ja, dass jedes Konzert nur ein einziges Mal mit dieser Gruppen Zusammenstellung stattfinden wird und dass jedes Mal ausgezeichnete Musik entsteht. Manchmal, wenn du gerade mit Rock aufhörst, fängst du an mit den anderen Jazz zu spielen wiederum mit anderen klingt es wie Metal und dann doch wieder nicht. Es ist wirklich davon abhängig mit wem wir zusammen spielen.

Ich muss sagen, dass wir maximal 3 Konzerte im Jahr ausrichten, denn es frisst viel Energie und zudem sollte es ein spezieller Anlass bleiben, denn wenn du das zu oft machst schwindet die Magie dahin und ich würde zwar spielen, aber vielleicht ständig an einen Hamburger denken und das wäre nicht mehr der Sinn der Sache. Weisst du, es ist gut so, denn es hält uns frisch, gibt uns neue Ideen und neue Einflüsse....







Fotos: Tixie Doo


So jetzt kommen wir zu Snowy ...
Ja!

Also, wann und wie hast du ihn kennen gelernt?
Oh, das ist komisch, das war vor langer Zeit ... Also ich denke, wir spielen seit 17 Jahren zusammen. Das heisst 2 Jahre lang war ich weg von der Band also sind es 15 Jahre.

Wir trafen uns auf einem Festival, dort spielte Snowy in einer ungarischen Band und Walter und ich spielten mit Arthur Lee. Das war der Typ, der sagte, er sei der beste Freund von Jimi Hendrix gewesen. Aber er war total betrunken, und er war auf Drogen, so dass er das ganze Konzert durcheinander brachte. Doch Walter und ich wir spielten einfach weiter. Weisst du ich denke, Snowy dachte es sei komisch wie wir gespielt hatten, und so unsere Vorstellung machten.

Der nächste Schritt war einige Monate später als sein Management uns anrief: "Ist es euch möglich eine Tour mit uns zu machen"? Also spielten wir für eine Tour zusammen. Genau so hatte es begonnen. Es war aus der Luft gegriffen.


Was gefällt dir an der Arbeit mit ihm?
In der Zusammenarbeit mit Snowy ist das Grossartige vor allem, dass er offen für alles ist wenn du spielst. In diesen 17 Jahren in denen wir nun zusammen spielten, merkte ich, dass er wirklich weiss was er hören will und dennoch ist er nicht der Typ der sagt: „He, ich will, dass du das spielst!“. Irgendwie kommt es letzten Endes doch, aber ohne dabei alle guten Sachen und Ideen die du einbringst zu unterdrücken. Das Grossartige an ihm ist, dass es ihm immer noch möglich ist zu spielen was er möchte ohne uns wirklich aufzuzwingen nur das zu tun was er denkt und das ist grossartig.

Was ich an ihm aber wirklich am meisten bewundere ist, ich denke er ist ein solcher Typ: Er ist eine Legende, er ist spitzenmässig aber er hat beide Füsse auf dem Boden, er bleibt auf der Erde und er ist ein sehr netter Typ beim Reisen.
Er hat einen guten Sinn für Humor. Ich liebe den Kerl einfach, er ist grossartig!


So und nun zum «Live Flames» Album:
Ich sehe, dass du die Aufnahme, das Mischpult und das Mastering gemacht hast. Ich bin wirklich beeindruckt.
Oh, Danke!

Kannst du mir mehr über diese Seite deiner Arbeit verraten?
Wie ich bereits erzählt habe, waren es die Aufnahmen mit dem Kassettenrekorder welche meine Interessen weckten. Zudem beeindruckte mich der Sound den ich von den Aufnahmen hörte immer wieder. Also begann ich damit zu arbeiten, denn das war schon immer eines meiner Hobbys. Nach all den vielen Sessionaufnahmen dachte ich: „Hey, ich will das auch sonst machen“. Auch in die technische Seite kam ich gut hinein. Bei vielen anderen Künstlern die bis spät in die Nacht arbeiteten packte ich meine Chance, als der Techniker nach Hause ging indem ich übernahm.

Und jetzt habe ich meinen eigenen technischen Raum. Ich habe kein Raum für Liveaufnahmen aber ich habe eine mobile Ausrüstung. Kein mobiles Studio aber eine Ausrüstung in stabilen Transportkisten die ich gut mitnehmen kann.

Ich arbeitete viel auf eigene Faust, du weisst schon am Anfang hat man das Gefühl:: „he ich kann doch alles alleine machen“. Aber dann nach ein paar Jahren, fand ich heraus, dass es nicht das in Anbetracht der Aufnahmen war was ich mag. Ich mag es die Kraft und die Atmosphäre der zusammenspielenden Menschen einzufangen. Es läuft immer auf dieses hinaus.


Genau das war es, was ich auf deiner Studiowebseite von all den Leuten gelesen habe, die mit dir zusammen gearbeitet haben. Sie sagen, dass sie gerne mit dir zusammen arbeiten und dass du sie zu guter Musik ankurbelst...
Ja, ich glaube bei den Aufnahme geht es darum die richtige Energie auf das Band zu bekommen und nicht darum eine grosse Ausrüstung zu haben. Es geht um die Menschen. Wenn ich das mit einem Kassettenrekorder machen müsste, ich würde es wieder tun...

Also für die nächste White Flames Aufnahme wirst du da einfach der Schlagzeuger sein oder auch der Techniker?
Ich weiss es nicht… Das hängt jetzt wirklich davon ab, was Snowy auf seinem Herzen hat. In der Tat sind wir mitten in einer Aufnahmesession für ein vollständiges Album. Also wir haben damit begonnen aber da Snowy inzwischen noch mit Roger Waters auf Tour ging, mussten wir das ein wenig hinausschieben.Wir wollen daran bald weiterarbeiten und er hat allerlei Ideen was er machen möchte. Also...

Ich denke, das was ich mag, wenn ich auf seinem Album spiele, ist dass ich mich auf das Schlagzeugspielen konzentrieren muss. Das Livealbum war einfach, weil ich wusste dass die Anlage funktionierte und sobald das Ganze installiert war, konnte ich nur noch den Aufnahmeknopf drücken, es so lassen und mich auf das Spiel konzentrieren. Aber im Studio ist das anders. Du musst dich darauf konzentrieren neues Material zu kreieren. Daher ist es sehr wichtig einen Techniker zu haben. Einen Typ der weiss wie es tönen muss und der weiss, wann er den Knopf drücken muss und wann nicht...


Nun zu meiner letzten Frage: Du weiss wie man aufnimmt und wie man verschiedene Instumente spielt. Hast du schon einmal daran gedacht eigene Sachen zu machen?
Oh yeah! Ich dachte schon oft daran, seit Jahren und... Nein! ah, ah, ah... Doch es gibt da ein Projekt indem ich eine Menge Sachen mache, abgesehen vom Schlagzeugspielen: Ich schreibe Songs und ich habe einen grossartigen Sänger der sie singt, einen Gitarrenspieler welcher die Leads macht und ich spiele nur die Akkorde. Also eigentlich ein Projekt in dem ich drin involviert bin. Aber es kommt kein Schlagzeug vor. So ist es nicht. Ich kann kein Projekt ausdenken, das Schlagzeug spielen und das als mein Projekt bezeichnen, weil es endet dann damit, dass du damit deine eigene Musik machst. ... Was hilft's? Es gibt auch so viele grossartige Künstler mit denen ich spiele also......

Well thank you Juan, Bye, Bye.
Bye, see you in Paris next Time... ...


[ MR| JvE| TD| Ph | RS ]

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