Interview: Snowy & the Snowy White Blues Project


Thanks for the Questions goes to: Steve Braun
[ Editor www.musikreviews.de Online Music Magazine


Im Herbst 2008 gründete Snowy, mit

Matt Taylor (Gitarre & Gesang),

Ruud Weber jr. (Bass & Gesang), und

Juan van Emmerloot (drums) die neue Band Snowy White Blues Project.

 

Am 1. April starteten sie ihre erste gemeinsame Tour in Griechenland und zudem veröffentlichten sie ende April ihr Debutalbum «In Our Time Of Living».




Am späten Nachmittag in Berts Haus, nach Lilian's leckerem Abendessen mit Cecil aus Rotterdam, Mick & Tixie aus Frankreich und mir aus der Schweiz und nach dem wir Micks Geburtstag mit einem Glas Champagner gefeiert hatten, waren die einten Sterne am kristallklaren Himmel und die anderen auf der Bühne von Weert (NL), umgeben von einem internationalen Publikum.



Es ist wirklich interessant, was für verschiedene Musik wir unter dem Namen «Blues» finden. Auch Snowy White Blues Projekt spielt den Blues auf ihre eigene Weise - denn sie können nicht genug bekommen vom Blues - und das mit brillianter Kraft in den Gitarrensolos.


Nach dem Konzert interviewt Mick, Snowy. Es war ein reines Vergnügen, nach zwei Jahren wieder mit Snowy zu sprechen. (Interview in Paris 2006). Snowy war charmant. Seine feine, herzliche Persönlichkeit flog auf alle über und Mick war einfach nur glücklich an seinem Geburtstag, seinen Gitarrenhelden aus England wieder zu sehen.













Tour-Block:





Zuerst ein paar Fragen über die Tour...
Ihr seid derzeit auf West-Europatour … Wie läuft es?

Ok! Nun, es läuft wirklich gut, wir haben das zum ersten mal gemacht, so dass in der Tat ist es wirklich ein Ausprobieren. Wir haben diese Shows zusammengestellt, um zu sehen, ob die Band zusammen arbeiten und eine gute Show aufstellen kann. Und das klappt wirklich gut im Moment und wir sind sehr glücklich damit. Es ist sehr positiv.

Und es gibt viele Gigs...
Yeah, und das Gute ist, die Leute scheinen zu mögen, was wir tun.

Spielst du nur Blues-Material oder auch rockigere Songs von früheren Alben?
Nun, meistens Blues, echt. Ich versuche, mich von den anderen Sachen fernzuhalten. Wir halten es ziemlich bluesig. Aber weisst du es ist nicht reines 12 Bar Zeug, Es ist viel interessanter als das, hoffe ich.

Hast Du den Eindruck, dass mehr Blues- oder mehr Rockfans im Publikum sind?
Im Publikum? ich weiss nicht... Snowy White Fans, nehme ich an... ich weiss keine Antwort darauf...

Wir haben ja in Deutschland eine begeisterungsfähige Bluesszene.
Spricht sich so etwas bis nach Großbritannien herum?
Nein, nicht wirklich. Gibt's in der Blues-Szene in Deutschland etwas Besonderes? Ich bin der Meinung, dass scheinbar eine Menge Leute kommen, um uns zu sehen und diese scheinen uns zu mögen. So glaube ich schon, dass es dort eine gute Blues-Szene hat. Ich meine, ich weiss nur, daß wir in Clubs spielen und die Leute kommen und sehen uns. Ich weiss überhaupt nicht, was dort das Grosse und Ganze ist.

Was schätzt Du besonders, wenn Du in Deutschland bist? Schnitzel? Bier?
(lacht) Sprichst du über's Essen? Worum geht's?

Das ist eine Art Scherzfrage...
Also, was ich am liebsten mag ist? ins Hotelzimmer gehen, Türe schliessen um Schlafen zu gehen. Das ist es, was ich am liebsten habe. (lacht)!!:

Nur in Deutschland?
Nein, überall!!:








Album-Block:



Ok, nun über das Album...
Du hast Dein neues Album «In Our Time Of Living» genannt. Warum? Gab es politische Bezüge?
Nein, Also, Matt Taylor schrieb den Blues «In Our Time Of Living», welcher mit auf dem Album ist und ich mag diesen. Es ist eines meiner Lieblings-Stücke, ich mag die Texte, und so war es meine Idee, das Album nach diesem Track «In Our Time Of Living» zu benennen. Ich denke, es ist ein schöner Titel.

Du hast das Album auf einem Indie-Label veröffentlicht.
Kommt man heutzutage mit einem Blues-Album nicht an einen Major-Vertrag?
Oh ja, ich nehme es an, ich weiss es nicht, denn ich habe es auch nie versucht. Ich fand, es war leichter einen Distribution für Deutschland zu besorgen, so bekamen wir ein Distribut-Deal.

Und wir haben keine Plattenfirma, weil ich selber als Plattenfirma agiere: Ich nehme die Alben auf, bezahle sie, produzieren sie, und übergebe sie dem Händler. Somit bin ich im Grunde genommen eine Plattenfirma.


Die meisten Bands machen das jetzt so...?
Ja, das ist zur Zeit der beste Weg, echt und ich bin damit zufrieden.

Du spielst auf «In Our Time Of Living» sehr traditionellen Blues.
Warum wählst Du diesen Weg und nicht den gerade sehr populären Blues-Hardrock-Mix?
Also, weil ich wollte es bluesig halten, echt. Ich wollte alles andere als auf der Rockseite sein, weil es dann gleich klingen würde wie alles andere, weist du. So versuchte ich hoffnungsvoll, ein "Blues Project" zu schaffen, das nach uns tönt.

Seid ihr mit fest durchkomponierten Songs ins Studio gegangen, oder haben sich die Songs während der Aufnahmen entwickelt??
Jeder von uns brachte 3 oder 4 Songs mit, und dann probten wir einen Nachmittag bevor wir damit ins Studio gingen. Genau genommen war dieser Nachmittag das erste Mal mal dass wir vier im einem und senselben Raum waren. Wir sendeten die Songs Lieder per E-Mail herum, so konnten wir den andern ihre Songs lernen. So bekamen wir es wirklich schnell zusammen. Es war leicht.

Wie lange hat es gedauert, um das Album aufzunehmen?
Drei Tage.

Das ist schnell!
Nach welchen Kriterien hast Du Dir die Solo-Parts mit Deinem side-kick Matt Taylor aufgeteilt?
Wir wechselm uns ab, gerade wie es kommt. Wir denken nicht wirklich daran. Wir sortieren dies einfach indem wir sagen: "Du spielst dieses Stück , ich spiele das, es ist dein Song, du spielst das Solo, ich den riff".

Wir planen das nicht. Es scheint recht ausgeglichen zu sein auf der Aufnahme, aber wir haben es einfach nach Gefühl gemacht.


Und ändert ihr diese Teile während den Konzerten?... ?
Ja, wir verändern sie jede Nacht ein wenig.

Es sind einige doppel Läufe und doppel Gitarren Riffs auf der CD. Das erinnert mich an den alten Thin Lizzy oder früheren Fleetwood Mac, Peter Green und Danny Kirwan Stoff...?

Ja, ich wollte nur ein wenig. Ich wollte nicht zuviel davon machen. Ich denke, dass nicht viel auf der CD ist, nur eins oder zwei super Stücke. Gerade genug. Ich hoffe es tönt nicht wie Thin Lizzy... !

Warum hast Du nicht alle Songs von «In Our Time Of Living» selbst eingesungen?
Weil ich keine Blues-Stimme habe und ich wollt, dass die Anderen singen, damit ich einfach nur relaxen und Gitarren spielen kann.
Ich wollte andere Sänger darin, damit ich nicht singen muss.


ie bist Du auf die alte Skip James Nummer «I’m So Glad» gekommen?
Matt sagte, dass er das auf der Akustischen spielen könne Er bekam dafür eine spezielle Abstimmung. Wir machten den Versuch und ich mochte es. Darum nahmen wir es einfach auf. Es war Matt's Idee.

Du hast mit The Blues Project eine exzellente Band zusammengestellt. Wie hast du die Mitglieder dafür ausgewählt?
When I decided to put a blues band together with several singers, I thought of Rudy Weber, cause I jammed with him once in Italy, I liked his bass playing, and he gave me a cd of the songs of the songs he had written. I liked his voice so I asked him to join. For Matt Taylor, same thing really, I knew Matt from before, and I liked the way he sang and I was looking for another guitar player who can do the singing so I asked him. And Juan Van Emmerloot, he's from the "White Flames Band". He wanted to do it, very enthusiastic. So here we are!

What’s about the WHITE FLAMES?
Well about one month ago, I finished the White Flames album, finished the recordings. But I don't think I'll put it out until next year really. I don't want to confuse people. When people come and see me, I want them to know what they going to see. So I stay with the Blues Project for now and see how it goes. It's going really well and I'm enjoying it. So I'll continue with that. I mean nobody is telling to do anything, I just whatever I can, whatever I feel like. At the moment I fell like doing the Blues Project.












History-Block:



About you history now, Ich habe gelesen, dass Du mit elf Jahren erstmals Blues gehört hast, was die Entscheidung für Dich gewesen sein soll, Musiker zu werden. Ist diese Geschichte wahr oder was waren die wirklichen Gründe für Dich, Musiker zu werden?
Nein, ich kaufte eine Gitarre, als ich 11 war. Ich habe 1966 Blues gehört und da dachte ich dass ich : Ich möchte das auch können. Ich wollte wissen,wie sich das anfühlt die Gitarre so zu spielen. Also das war es, was mich daran faszinierte.
Wer waren damals die Gitarristen, die Dich in jungen Jahren massgeblich geprägt haben?
Eric Clapton, mit John Mayall's Bluesbreakers in einer ihrer ersten Radiosendungt.

Und aus unserer Zeit, gibt es da noch einen Gitaristen, den du magst?
Ja, eine ganze Menge! Ich meine ich mochte sie früher als sie feurig und jung waren. Aber ich werde dir verraten wer mir nach wie vor gefällt. Jeff Beck habe ich immer noch gern, ich denke eri ist einfach fantastisch.

Natürlich hat sich Deine Art, Gitarre zu spielen über die Jahre verändert..... ?
Ja, ein bisschen.

Kannst Du beschreiben in welcher Weise?
Nein, das kann ich nicht. Es hat sich einfach im Laufe der Jahre verändert..., ich kann das nich beantworten.

Du hast mit PETER GREEN zusammen gearbeitet.
Kannst Du uns etwas über die Arbeit mit diesem Ausnahme-Gitarristen erzählen? Habt ihr noch Kontakt?
Ich traf Peter so ca. 1970, als ich nach London ging. Da spielten wir ein bisschen und jammten zusammen in seinem Haus. Da wurden wir Freunde. In den alten Zeiten da traf ich Peter zimmlich oft. Doch nun habe ich ihn sicher schon 3 oder 4 Jahren nicht mehr gesehen.

Stört es Dich, wenn im Zusammenhang mit Deinem Namen immer wieder PINK FLOYD genannt wird?
Nein.

Hat Dich die Arbeit mit PINK FLOYD nachhaltig beeinflusst?
Nein! (Pause) (laugh), das ist die Antwort...

Für viele war Dein Einstieg bei THIN LIZZY seinerzeit etwas überraschend, da man Dich nicht als <i>Hardrocker</i> eingeschätzt hatte...?
Ja für mich auch....

Was waren damals die Beweggründe für Dich, bei THIN LIZZY einzusteigen?
Ich machte alles Mögliche und sie fragten mich ob ich mitspielen wolle. Ich dachte, dass das eine grossartige Band war und ich mochte ihre Songs. Weisst du, es war genau das, was ich damals tun wollte.

PHIL LYNOTT wird ja heute noch zutiefst verehrt. Kannst Du 'mal beschreiben, was ihn als Bandleader so einzigartig gemacht hat?
Er war sehr stark. Er hatte wirklich eine Menge guter Ideen und eine tolle Bühnenpräsenz. Er war ein guter Künstler und ein grosser Showman. Er hatte stehts sein Ziel vor Augen und alles schien gut zu gelingen bis er Drogen nahm. Als er Drogen nahm war er total am Arsch... Das ist passiert...







Technik:



Warum spielst Du bevorzugt Gibson Guitars?
Ich liebe einfach den Sound..

Welchen Amp benutzt du Live und im Studio?
Ich benutze einen Vox AC-30..









Die unvermeidliche Frage zum Schluss: ;-))



Hand auf’s Herz:
Liest Du eigentlich Musicreviews und Konzertberichte in Magazinen?
Wenig, nicht wirklich. Ich werfe nur einen Blick darauf, um zu sehen, ob es gut oder schlecht ist. Meistens sind sie nicht in English, so... Ich nehme nicht wirklich Notiz davon, weil die Reviews echt subjektive sind: z.B. Etwas was ich wirklich gern mag, - die Kritiker nicht. Manche sagen ich spiele ein super Solo in einem Song - wenn ich wusste, dass es nicht so war oder sie sagen, dass meine Gitarre nicht wirklich gut tönte, wenn ich dachte dass sie grossartig klang. Also warum sollte ich das zur Kenntniss nehmen?

Ich bin der einzige, der weiss, ob ich nach meiner Intuition gespiel habe. Kein anderer kann sagen ob es in Ordnung war oder nicht. So können sie mich auch nicht beurteilen. Ich bin der einzige der darüber Bescheid weiss, was ich glaube, wie der Gig lief.... Ob ich denke, dass war gut oder schlecht.

So, was auch immer einer sagt, es ändert nichts an meiner eigenen Meinung. Darum macht es echt keinen Sinn die Reviews zu lesen....


Ok , Vielen Dank, Snowy!
Danke dir, Gut gemacht!


Ok Großartig! Was für ein faszinierendes Interview! ;-)
Nun, ich wollte dir danken Snowy, dass Du dir die Zeit neben deinem gefüllten Terminkalender genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten und wir wünschen dir alles Gute für viele weitere erfolgreiche Touren.s

| SB| MR | SW | RS ]